Fett-Scan macht Gesundheitsrisiko sichtbar
Unsichtbare Ablagerungen um innere Organe gefährlich

Ein Scan kann nachweisen, wer über gefährliche Mengen Fett nahe entscheidender innerer Organe verfügt. Das Hammersmith Hospital ist derzeit das einzige Krankenhaus in Europa, das dieses MRI-Verfahren einsetzt. Laut den Wissenschaftern verfügen 40 Prozent der Bevölkerung über "schlechte" Fettablagerungen um das Herz, die Leber oder die Bauchspeicheldrüse. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Betroffenen nach außen hin dünn erscheinen. Die Mediziner warnen, dass es möglich ist schlank zu sein und trotzdem gefährdet zu sein beispielsweise an Diabetes zu erkranken.
Alle Anhaltspunkte deuten darauf hin, dass die Region der Fettablagerung entscheidender ist als einfaches Übergewicht. Menschen, deren Übergewicht sich um die Körpermitte ansammelt, erkranken eher an Herzkrankheiten oder Typ-2-Diabetes als jene, deren überflüssige Kilos sich auf den Hüften ansammeln. Das Normalgewicht kann mittels BMI leicht ermittelt werden. Das gefährliche versteckte Fett bleibt dabei jedoch unsichtbar. Der leitende Wissenschafter Jimmy Bell erklärte, dass der BMI einem eine falsche Vorstellung davon vermittle, wie viel Fettgewebe tatsächlich vorhanden sei. "Entscheidend ist, wo sich das Fett ablagert. Jemand kann wirklich dünn aussehen, einen normalen BMI haben und trotzdem sieben Liter Fett mit sich herumtragen." Normal ist ein Liter.
Der MRI-Scan macht die gefährlichen Ablagerungen im Inneren des Körpers sichtbar. "Wir versuchen zu verstehen, welche genetischen und Umwelt bedingten Faktoren zu einer Fettansammlung im Inneren des Körpers führen und wie die Betroffenen sie wieder loswerden können." Beim normalen Abnehmen verliert man laut BBC nicht die richtige Art von Fett. Erst mit Sport kann der erwünschte Effekt erzielt werden.
