Zunächst stellen sich aber die Fragen, was sind Stimmungen, was versteht man unter Befinden und worin liegt der Unterschied zu Gefühlen bzw. Emotionen? Wer kennt das nicht, dass man sich über Tage, Wochen, ja sogar manchmal über Monate hinweg irgendwie antriebslos, nervös, matt fühlt und kaum Spaß hat, etwas mit anderen zu unternehmen.hinweg aktiviert, fröhlich und von allen geliebt und anerkannt fühlen - ohne genau zu wissen warum. Für diese längerfristigen, situationsunspezifischen Zuständlichkeiten verwenden wir den Begriff „Stimmung“. Bezieht man sich auf das aktuelle Erleben einer Person, also darauf, wie wir uns momentan fühlen, so sprechen wir von „Befinden“. Dieses momentane Befinden ist kurzfristiger, kann schneller schwanken und ist eher an spezifische Situationen gebunden. Wir können also kurzfristig durchaus „ganz gut drauf“ sein, wenn wir beispielsweise ein paar Bier getrunken haben oder wir mit netten Freunden zusammen sind, obwohl wir schon seit Tagen düsteren Gedanken nachgehen. Und umgekehrt ist es auch möglich, dass wir trotz lang anhaltender guter Laune zwischendurch einmal müde und gestresst sind. Einen Grund für seine miese Laune kann man kaum finden. Auch anders herum geht es, wenn wir uns über einen längeren Zeitraum und über verschiedenste Situationen (Beruf, Familie oder Sport) Wenn die Verbesserung des momentanen Befindens und damit auch eine verbesserte Stimmung angestrebt wird, sollte man diese Parameter auch messen können, um den aktuellen Stand bestimmen und Entwicklungen verfolgen zu können. Die von Prof. Hackfort und Dr. Schlattmann entwickelten und erprobten „Stimmungs- und Befindensskalen“ stellen gerade mit Blick auf den Einsatz in der Praxis ein besonders einfaches und ökonomisches Verfahren dar.
Mit diesen Skalen lassen sich sowohl überdauende Stimmungen wie momentanes Befinden erfassen. Insgesamt bezieht sich das Instrument auf diese acht Faktoren:
• Aktiviertheit (aktiviert, eifrig, anstrengungsbereit) • Kontaktbereitschaft (kontaktbereit, gesellig, mitteilsam) • Selbstsicherheit (selbstsicher, überlegen, routiniert) • Fröhlichkeit (fröhlich, zufrieden, heiter) • Nervosität (nervös, kribbelig, zerfahren) • Müdigkeit (müde, erschöpft, verausgabt) • Gereiztheit (gereizt, ärgerlich, ungehalten) • Deprimiertheit (betrübt, bedrückt, niedergeschlagen)
Was ist der Nutzen im Hinblick auf Kundenorientierung und Kundenbindung? Die mit den SB-Skalen gewonnenen Informationen können zum einen helfen, verschiedenste Angebote, z. B. Ernährungs- und Bewegungsprogramme, Work¬shops oder Fortbildungskurse zu evaluieren (Kontroll- und Steuerungsfunktion). Auf der anderen Seite lassen sich mit den Ergebnissen gewinnbringende und transparente Interventionsmaßnahmen (z. B. Entspannungstrainings) ableiten und gezielt anbieten. So gesehen ist der Einsatz der SB-Skalen ein Beitrag zum Qualitätsmanagement und eine Erweiterung Ihres Angebotsspektrums.
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